Eingang in die Tabletop Welt

 Unser Praktikant

Ich bin das neue Teammitglied von Planet X-First. Meine gute Erziehung legt mir nahe mich euch vorzustellen. Ich bin Anfang - Mitte  30 und arbeite hauptberuflich in einem Büro einer international tätigen Firma. Dies ist mir auf Dauer allerdings zu langweilig und auch meine Frau besteht langsam darauf das ich mir ein Hobby suchen soll. Bei der Recherche im Internet bin ich auf das Tabletop - Hobby gestossen und dachte so bei mir, das wäre perfekt für mich. Obwohl ich keinerlei Erfahrung in diesem Hobby habe, darf ich bei Planet X - First als Praktikant arbeiten. Meine Aufgabe besteht nun darin euch mit auf meine Reise, in für mich völlig unbekannte Welten zu nehmen. Ich persönlich liebe es wenn Menschen unter Pseudonym oder Künstlernamen arbeiten. Daher habe auch ich mich dafür entschieden und habe meinen Boss davon überzeugt als Mister First arbeiten zu dürfen. So, ich werde mich dann mal in die Arbeit stürzen und mal sehen womit ich beginne.

Unsere drei neuesten Artikel!

Interview mit Kilian Jung

Ende der 70er Jahre wurde eines der größten Franchise der Unterhaltungsindustrie geboren: Star Wars. Anfangs wollte niemand so recht an einen großen Erfolg glauben aber der erste Film wurde schnell zu einem Erfolg. Wie es so üblich ist kamen auch schnell Merchandise Produkte aller Art auf den Markt, egal ob Figuren, Spielzeug etc. Auch bis heute können wir neue Romane, Comics und Videospiele in den Welten von Star Wars erleben. Auch unser Hobby wurde mit dem ein oder anderen Spiel bereichert darunter auch X-Wing The Miniature Game. Das Spiel hat eine lebendige Turnierszene und ich habe mich mit einem Spieler unterhalten der hier durchaus aktiv ist.

 

Mister First: Kannst du dich ganz kurz vorstellen und wie bist du zum Tabletop gekommen?

 

KJ: Mein Name ist Kilian Jung, ich in 32 Jahre und komme aus Kaiserslautern. Ich habe vor langer Zeit mal ein bisschen mit Warhammer Fantasy angefangen und war auch immer etwas an 40.000 interessiert.  Letzten Endes hat es aber immer an Mitspielern gehapert. Als ich vor 3 Jahren dann nach einem Brettspiel für Weihnachten gesucht habe bin ich über X-Wing gestolpert und war direkt gefangen. Alles Weitere ist dann wie man so schön sagt Geschichte. Da ich ein sehr kompetitiver Mensch bin, habe ich mir schnell alles zusammen gekauft und auch bald darauf mein erstes Spiel gespielt.

 

Mister First: War es bei dir in der Gegend dann einfach Mitspieler für X-Wing zu finden?

 

 

KJ: Es ging. Ich hatte versucht über das Asmodee Forum und über das MosEisley Forum nach Mitspielern zu suchen. In Kaiserslautern direkt habe ich leider nur einen gefunden. Aber in Homburg bin ich dann beim Gedankenwelten Verein fündig geworden. Dort wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Mittlerweile spiele ich regelmäßig in Homburg, bin Teil des X-Wing Teams und im Mitgliederausschuss. Es gibt aber inzwischen aber auch mehr Spieler in Kaiserslautern. Gerade durch den BattleBear, unseren Laden vor Ort, hat sich viel getan, und wir haben einen super Treffpunkt.

 

 

Mister First: Als Neuling kann man dort auch einfach mal beim BattleBear vorbeischauen, gehe ich jetzt mal von aus?

 

 

KJ: Genau. Das ist ja das Tolle an jeder Art von Spiele Community. Neue Leute sind immer herzlich Willkommen und man bekommt alles gezeigt. Sollte für ein bestimmtes Spiel gerade niemand da sein, können einem die Mitarbeiter an die entsprechenden Leute weiterleiten.

 

 

Mister First: Wie waren dann die ersten Turniere für dich?

 

 

KJ: Die ersten Turniere waren schwierig J. Ich wusste, dass ich keine Chance haben würde und musste mir auch erstmal einige Karten zusammen leihen aber ich hatte trotzdem viel Spaß und hab vor allem viel gelernt. Die meisten Mitspieler sind wie gesagt sehr nett und erklären dir nach den Spielen auch was du besser bzw. anders machen kannst.

 

Mister First: Wie ich gehört habe sind aber die Schwierigkeiten hinter dir und du konntest einen großen Erfolg in deinen Lebenslauf schreiben.

 

 

KJ: Ja das stimmt. Seit diesem Jahr bin ich auch international auf Turnieren unterwegs und mein Ziel war es die Qualifikation für die Weltmeisterschaft zu bekommen. Bei vielen Turnieren konnte ich es leider nicht schaffen in die KO Runde zu kommen. Dafür hat es dann auf den Regionalmeisterschaften in Mannheim für die KO Runde gereicht und ich konnte sogar das ganze Turnier gewinnen, was mir auch die Qualifikation gesichert hat.

 

 

Mister First: Dafür natürlich erstmal herzlichen Glückwunsch.  Wie geht es jetzt weiter?

 

 

KJ: Danke. Die Weltmeisterschaft steht jetzt im Oktober an. Die ist in den USA, genauer gesagt in Minnesota. Das wird ein netter Road Trip mit ein paar anderen Deutschen. Wie 2020 laufen wird kann ich noch nicht genau sagen, da das reisen doch ganz schön teuer ist. Manche Leute schauen dich ziemlich komisch an wenn man ihnen erzählt, dass man für ein Brettspiel in die USA fliegt.

 

 

Mister First: Also bezahlst du das alles aus eigener Tasche oder gibt es den ein oder anderen Sponsor?

 

 

KJ: Normalerweise zahle ich alles aus eigener Tasche. Allerdings war der Gedankenwelt Verein so nett und hat mir aus der Vereinskasse und mit einer Spendenaktion unter die Arme gegriffen. Auch der BattleBear hat etwas dazu beigesteuert. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank! Das ist alles andere als selbstverständlich.

 

 

Mister First: Das stimmt! Da ziehe auch ich meine Hut vor! Ein paar Tipps von dir wo man sich als Neuling über X-Wing schlau machen kann?

 

 

KJ: Es gibt mittlerweile ziemlich viele Möglichkeiten sich über X-Wing zu informieren. Die Community steckt extrem viel Arbeit in das Thema. Da gibt es zum einen das deutsche Forum www.moseisleyraumhafen.com. Dort findet man auch eine User Übersicht wo die einzelnen Spieler herkommen. Leider ist das Forum nicht mehr so frequentiert wie das vor 1 – 2 Jahren noch war. Ansonsten gibt es eine WhatsApp Gruppe in der sich X-Wing Deutschland organisiert. Außerdem gibt es ein paar sehr gute Podcasts. Einmal ist hier die X-Wing Selbsthilfegruppe aus der Ecke Hannover zu nennen. Die produzieren sehr guten Content. Da durfte ich selbst auch einmal zu Gast sein. Dann gibt es die Hooters aus Speyer, die hauptsächlich Turnier Reports machen.

 

 

Mister First: Danke Kilian für deine Zeit und wir drücken die Daumen für den USA Trip.

Links:

BattleBear

Gedankenwelt

MosEisley Raumhafen

 

Die Geschichte von : Dead Mans Hand

Der Ein oder Andere innerhalb des Tabletop-Hobbies wird schon von dem Western-Skirmisher Dead Man´s Hand gehört haben (wenn nicht, ein Blick lohnt sich). Dieser Name hat aber auch außerhalb des Spieles eine gewisse Bedeutung erlangt und genau dieses wollen wir uns mal ansehen.

 

 

Zunächst zu den unumstößlichen und definitiv realen Fakten: Als Dead Man´s Hand wird im Pokerspiel ein bestimmtes Blatt benannt und zwar aus einem Paar Achten und einem Paar Assen in den Farben Pik und Kreuz. Die fünfte Karte ist, um ein Dead Man´s Hand zu bilden, völlig irrelevant und dieses Blatt ist auch nicht höher einzustufen als andere Paare, außer diese sind nach den Spielregeln des Pokers rangniedriger.

 

 

Aber wie kam es zu diesem Namen? Die ganze Geschichte ist zurückzuführen auf die Westernlegende „Wild Bill“ Hickok, welcher sich am 02. August 1876 im Nuttal & Mann´s Saloon in Deadwood South Dakota einfindet um eine Partie Poker zu spielen. Jeder der Wild Bill kannte wusste dass er die Angewohnheit hatte mit dem Rücken zur Wand zu sitzen und den Eingang des Saloons im Blick zu haben. An diesem Tag war es jedoch anders. Die einzige Gelegenheit für ihn zu spielen war eine Partie, bei der der einzige freie Sitzplatz mit dem Rücken zum Eingang war. Wild Bill ließ sich trotz seiner Bedenken auf dem Stuhl nieder und bekam auf Grund seiner Position nicht mit wie ein Mann namens Jack McCall das Etablissement betrat. Jack war schon einen Tag zuvor auf Wild Bill gestoßen und verlor gegen ihn eine Partie Poker. Ob nun aus Schmach wegen des verlorenen Spieles oder, wie McCall später selbst sagte, weil Wild Bill angeblich seinen Bruder erschossen habe, zieht Jack seinen Revolver und schießt Wild Bill Hickok aus nächster Nähe von hinten in den Kopf. Die Westernlegende stirbt sofort und behält das letzte Blatt in den Händen.

 

 

Genau hier fangen nun die Legenden an, da bis heute nicht mal sicher ist ob Wild Bill die fünfte Karte noch in der Hand hielt oder nicht. In einer Biographie über Hickok, welche 1926 erschien ist, ist zum ersten Mal die Rede von den zwei Paaren bestehend aus Achten und Assen. Der Autor Frank J. Wilstach beruft sich dabei auf einen Brief von dem damals zuständigen Leichenbestatter aus Deadwood, welcher dieses letzte Blatt gesehen haben will.

 

 

Doch egal was daran jetzt Fiction oder Fakt ist, heute ist diese Hand als Dead Man´s Hand bekannt. Die genauen Umstände werden sich wohl nicht mehr aufklären lassen aber trotz allem bleibt eine sehr interessante Geschichte übrig, da bis auf die tatsächlichen Karten die sich noch in der Hand von Wild Bill Hickok befunden haben, der Rest der Story sich wirklich und belegbar so abgespielt haben soll.

 

Shootout 40.000

Als Anfänger im Hobby bin ich mehr als dankbar dass es das Internet gibt. Ich kann mich stundenlang durch die verschiedenen Portale bewegen und lerne jede Minute etwas über Tabletop. Natürlich kommt man dabei nicht über den großen Platzhirsch Games Workshop  vorbei. Die Meinungen über die Spielsysteme des Marktführers könnten gar nicht weiter auseinandergehen. Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Wie ich dazu stehe halte ich lieber erstmal noch etwas zurück aber behalte mir im Hinterkopf mich dazu mal zu äußern.  Ich habe oft gelesen dass hauptsächlich die großen Spielsysteme ein sehr schlechtes Balancing haben, aber die Figuren zum Besten gehören, was es so auf dem Markt gibt. Ich machte mir also paar kleine Gedanken und wollte das Beste aus dem allgemeinem Tenor nehmen und den größten Kritikpunkt eliminieren.

 

An die Figuren zu kommen war jetzt nicht so schwer. Ich musste nur mal kurz den Chef ablenken und schnell in das Regal greifen. (Ich gebe sie natürlich wieder zurück.)  Opfer meiner Ausleihaktion war ein Trupp Ultramarines und als Gegenspieler ein paar Plague Marines der Death Guard. Das Problem des Balancing ist auch relativ leicht aus der Welt geschafft, indem ich nicht einfach die zum System gehörenden Regeln, sondern ein mir und meinen Mitspielern mittlerweile sehr ans Herz gewachsenes Regelwerk namens Shootout in Dingstown verwende. Warum gerade dieses? Ganz einfach, es ist für jeden, egal ob Anfänger oder Veteran, schnell zu erlenen und zu verstehen.  Außerdem ist es universell einsetzbar für jede Art der Miniaturen, egal ob es sich um Warhammer oder Playmobil handelt.

 

 

Das Erstellen der Bandenkarten hat ein kleines bisschen Kreativität erfordert, aber dies sollte keinen Hobbyisten vor ein großes Problem stellen. Der Revolverheld wurde zum HQ, der Cowboy zum Soldat und das Greenhorn zum Rekrut. Auch bei den Waffen war es jetzt nicht wirklich schwer: Pistole = Bolter, Schrotflinte = Plasmagewehr. Je nachdem mit wem man spielt kann sich auch ganz anders geeinigt werden. Schließlich ist Tabletop ein Miteinander. Wir hatten unsere Bandenkarten fertig, das Gelände aufgebaut und die Farben der Spielkarten zugeordnet (ein Schelm welcher der Death Guard nicht das Kreuz zuordnet!).

 

Wieder einmal musste meine bessere Hälfte für ein Testspiel herhalten. Die Regeln von Shootout in Dingstown sind ihr noch bekannt von unseren vorherigen Spielen also musste ich hier nicht viel vorher erklären und wir konnten direkt loslegen. Es lief wie ein geöltes Uhrwerk. Dadurch dass bei den Figuren keine Unterschiede gemacht werden was zum Beispiel Bewegung angeht, musste keiner von uns großartig in Regeln nachschauen und es entstand ein sehr flüssiges Spiel. Wir standen vor keinerlei Hindernis die Figuren mit dem Regelwerk zu nutzen. Damit ich es nicht vergesse, die Truppen des Imperators haben ganz gewonnen.

 

 

Nicht das ich hier falsch verstanden werde: Auch ich finde in jedem Spielsystem etwas was  mich reizt oder das Spiel für mich interessant macht. Ich werde mich auch bald mit dem Regelwerk von Warhammer 40000 auseinandersetzen und mit Sicherheit viel Positives als auch Negatives herausfinden. Jedoch weiß ich aus eigener Erfahrung, das es gerade als Anfänger, sehr schwer sein kann sich schnell hineinzufinden, aber doch gerne seine Figuren schon einsetzen möchte. Shootout in Dingstown bietet, neben seiner anderen Vorteile, gerade dafür die perfekte Gelegenheit.

 

 

Ich muss mir jetzt nur noch Gedanken machen wie ich Jimjohn glaubhaft ins Warhammer Universum einbaue.