Ad Arma Convention 2019

 

Meine Frau und ich haben so gut wie jede Woche die Diskussion, dass sie es langweilig findet immer wieder ins selbe Restaurant zu fahren. Da ich langsam das ein oder andere Kilo verlieren könnte und auch meiner Frau etwas Abwechslung bieten möchte, machten wir uns auf die knapp 2 – stündige Fahrt zur Ad Arma nach Meckenheim bei Speyer.

 

Ihre Skepsis war noch groß als wir auf dem Parkplatz ankamen, jedoch hellte sich Ihr Gesicht  bei der freundlichen Begrüßung am Eingang auf. Vor dem Betreten der Handballhalle haben wir noch die Preislisten für Getränke und Speisen studiert. Ganz ehrlich waren diese mehr als fair. Wir hatten das Gefühl, das hier Menschen am Werk sind, die das ganze aus Liebe zum Hobby machen und nicht um sich zu bereichern. Wir waren noch nie auf einer Convention zum Thema Tabletop, daher waren wir positiv überrascht, dass  die Halle so weit gefüllt war. Unsere ersten Schritte galten den Händlern, welche sich an den Wänden rund um die Halle versammelt hatten. Egal ob gebraucht oder neu, ob Skirmish oder Massenschlachtensystem, es blieben kaum Wünsche offen. Ein längeres Gespräch führten wir mit Thomas Doll von Thomarillion ( www.thomarillion.de ). Er erklärte uns in Kurzform die Herstellung seiner Geländeteile. Geplant haben wir zusammen, das wir ihn mal besuchen fahren und wir dem Meister mal über die Schulter schauen dürfen. Eine weitere super Konversation kam mit Mirco Wenning von Stronghold Terrain ( www.stronghold-terrain.de ) zustande. Dieser zeigte uns seine Systeme, welche er im Angebot hat und sehr wahrscheinlich wird davon so einiges auch bald bei uns im Shop auftauchen. Natürlich möchten wir auch erwähnen, dass alle anderen Händler sehr freundlich waren und man sich bei jedem Einzelnen wohlfühlen konnte.

 

In der Mitte der Halle stand eine große Zahl an Demotischen, auf denen die verschiedensten Systeme vorgestellt und ausprobiert werden konnten. Einige davon kannte ich bereits aus meiner Recherche über das Hobby, wie zum Beispiel Warhammer Kill – Team oder Saga. Andere waren mir persönlich völlig unbekannt und es war sehr faszinierend, wie groß die Bandbreite dieses Hobbys  einfach ist. Wo bekommt man schon sonst die Gelegenheit als Asterix, Lucky Luke oder im Universum von Fallout kleine Kämpfe zu bestreiten. Dies ist natürlich außerhalb virtueller Computerwelten zu verstehen. Es würde den Rahmen sprengen auf jeden Demotisch einzeln einzugehen, von daher nehme ich hier nur unsere zwei persönlichen Highlights. Zunächst war es eine große Freude Axel Jansen (www.dingstown.de ), den Vater und Schöpfer von Shootout in Dingstown persönlich zu treffen. Wir selbst haben uns nicht getraut gegen den Sherriff persönlich anzutreten, konnten jedoch den ein oder anderen Schusswechsel beobachten. An einem der Tische konnte auch ich mich nicht mehr zurückhalten und musste eine Partie spielen. Sascha von Ad Arma nahm sich die Zeit und nahm meine Herausforderung für eine Runde Aggro an. Er erklärte mir den Hooligan – Skirmisher so gut, das ich mich mit einem Sieg von ihm verabschieden durfte. Na gut von meiner besseren Hälfte hörte ich ein Gemurmel, welches sich wie „ Anfängerglück“  anhörte.

 

Alles in allem war die Ad Arma eine super Veranstaltung, bei der wir uns mehr als wohl gefühlt haben. Daher noch einmal ein großes Lob an die Veranstalter. Wir sind beim nächsten Mal definitiv wieder dabei und ich habe wohl vor der Restaurantdiskussion ein paar Wochen Ruhe.

 


Conflict Rheinland 2019

Sonntag ist Ausgehzeit. Der Termin für die Conflict in Langenfeld stand schon länger in meinem imaginären Kalender. Da ich aber bei größerer Hitze doch ein etwas schwerfälliger Geselle bin, saß ich mit meiner besseren Hälfte später im Auto als ursprünglich geplant. Baustellen auf dem 100km langen Weg haben ihr übriges getan das wir doch erst nach der Mittagszeit an unserem Ziel eintrafen.

 

 

Die Location war schnell gefunden und der Ärger über den Hinweg war nach der super Begrüßung am Eingang direkt verflogen. Noch schnell einen Verzehrbon gekauft, da bei diesem Wetter der Flüssigkeitshaushalt dauerhaft wieder aufgefüllt werden muss. Zunächst wirkt die Halle etwas klein und die Tische stehen auch alle sehr eng beieinander, jedoch konnten wir unseren ersten Rundgang bequem beginnen ohne dass uns jemand als lebendes Hindernis den Weg versperrte. Der Schwerpunkt bei den gezeigten Systemen lag bei historischen Tabletops. So konnte man ein kleines bisschen Frankfurter Geschichte nachspielen oder auch die Attacke auf Fort Henry erleben. Jedoch war auch die Zukunft mit Warhammer 40000, Infinity und Fallout würdig vertreten.

 

 

Unser erster Weg nach der Verschaffung eines Überblickes führte uns zum Tisch von Shootout in Dingstown. Axel Jansen hatte den Special Guest des Tages für uns im Gepäck. Sheriff Jimjohn als Miniatur. Wir müssen nicht erwähnen dass wir sofort zugeschlagen haben.

 

 

Dank unserer späten Ankunft hatten wir natürlich nicht alle Zeit der Welt, also suchten wir uns als nächstes ein System, welches unsere taktischen Schwächen der Öffentlichkeit gut präsentiert. Ich verspürte einen starken Zug an den Infinitytisch an welchem mir Daniel Schütz von Spielekunst e.V. das Spiel näher brachte. Dank abgeschwächter Regeln war ich auch relativ schnell im Spiel drin. Jegliche Versuche meines Lehrers, gewisse Spielzüge nicht durchzuführen, prallten an meinem doch etwas stabilen Dickschädel ab. Ein für mich sehr respektables Unentschieden sprang jedoch dabei heraus und Spaß hat es auf jeden Fall gemacht. Weitere Infos zu Daniel und Infinity werden noch folgen.

 

 

Kurz nach meinem moralischen Sieg wurden Axel und ich zu einer Runde Fallout gebeten. Nachdem geklärt wurde, dass die Mutanten eher zu mir passen ging der Kampf in der Postapokalypse auch schon los. Wobei ich persönlich gestehen muss, dass ich das Kampfsystem nicht wirklich kapiert habe. Das lag aber definitiv an der kurzen Zeit des Demospiels und nicht an unserem Spielleiter Oliver Riedl. Ich werde mich aber noch weiter damit beschäftigen, unter anderem auf der Facebookseite. Ich vermute nämlich stark eine Absprache zwischen Spielleiter und Mitspieler, da es sonst nicht erklärbar ist warum ich verloren habe. (Ach ja Axel, die Sache mit dem Hund vergesse ich dir nie.)

 

 

Kommen wir nun zum Fazit: Wir haben uns auf der Conflict sehr wohl gefühlt. Die Mischung zwischen Spielen, Fachgesprächen und Blödeleien sind genau in dem Verhältnis gewesen, indem man sich selbst als „fremde“ Person aufgenommen fühlt. Die Preise der Verpflegung waren super und überhaupt kann man den Veranstaltern nur zu der gelungenen Con gratulieren. Wir kommen beim nächsten Mal mit Sicherheit wieder. Dann aber auch pünktlich um noch mehr Eindrücke sammeln zu können.