Grundlagen des Tabletop

Einführung in die Welt des Tabletop

Was ist Tabletop?

Wir wissen die Menschen die in dem Hobby bereits aktiv sind stellen sich diese Frage natürlich nicht mehr, aber es wird auch einige geben die damit neu anfangen möchten oder einfach sehr neugierig sind. Wir versuchen hier eine leicht verständliche Erklärung zu geben ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Dies holen wir aber bei anderen Beiträgen natürlich gerne nach.

Um es erstmal ganz einfach zu erklären ist Tabletop dem wohl bekannten Spiel Schach nicht sehr unähnlich. Jeder Spieler hat eine Anzahl an Figuren und versucht mit diesen auf einem Spielfeld ein gewisses Ziel zu erreichen. Strategisches und vorrausschauendes Denken sollte hier ein wichtiger Faktor sein. Bei diesen Grundzügen ist aber auch schon so gut wie Schluss mit den Gemeinsamkeiten. Die Hobbywelt des Tabletop ist ein Universum von verschiedenen Systemen die sich mehr oder auch weniger unterscheiden.

Angefangen bei dem Szenario das jedem System als Hintergrund dient. Hier gibt es reale Welten die von der Antike über das Mittelalter bis hin zu den Weltkriegen reichen, jedoch nehmen auch Science-Fiction und Fantasy einen großen Platz ein. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Spielfelder aus. Egal ob eine Wüste, das innere eines Raumschiffes oder selbst ein ganzes Sonnensystem, solange es in die Geschichte des Spieles passt ist alles möglich.

Die Figuren mit denen man seine Kämpfe austrägt sind ihrem jeweiligen Spielsystem angepasst. Hier sind die Varianten zahlreich. Die meisten Miniaturen bestehen aus Zinn oder Kunststoff aber auch Pappe oder Holz sind durchaus möglich. Die Optik ist ihrem Universum angepasst, obwohl es durchaus vorkommt das ein kämpfender Raumfahrer Ähnlichkeit mit einem Kreuzritter unserer Geschichte haben kann.

Um seine Streitkräft über das Schlachtfeld zum Sieg zu führen ist es unumgänglich das es dafür Regeln gibt. Auch hier gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Spielen was Komplexitität und den Umfang des Regelwerkes angeht.

Um diesen Artikel nicht zu umfangreich zu machen hören wir an dieser Stelle auch schon auf. Wir werden nach und nach auf alle Bereiche des Hobbys Tabletop eingehen. Wenn ihr etwas nicht versteht oder Vorschläge habt, dann schreibt einfach eine E-Mail an uns.

Beispiel einer Tabletop Stadt
Tabletop Armee für strategische Schlachten
Beispiel einer Armee

Varianten des Tabletop

Nachdem wir das letzte Mal einen groben Blick auf das Thema Tabletop selbst geworfen haben, gehen wir jetzt ein kleines bisschen ins Detail. Im Prinzip sind es zwei verschiedene Arten das Spielen des Hobbys zu erleben, Skirmish und taktische Schlachten. Es gibt natürlich auch hier zahlreiche Unterarten und Varianten, aber wir wollen es erstmal nicht zu kompliziert gestalten und werden darauf in einem späteren Artikel zurückkommen. Jetzt erstmal der Überblick über die zwei gängigsten Spielarten.

 

Fangen wir mit dem Skirmish an, welches in Deutschland auch übersetzt als Scharmützel benannt ist. Die Systeme die sich im Bereich der Skirmishspiele bewegen sind gerade für Hobbyisten die ein wenig auf den finanziellen Aspekt achten meistens die erste Wahl. Der Spieler hat nur eine kleine Anzahl an Miniaturen (im Schnitt zwischen 5 - 10) unter seiner Kontrolle. Dies hat Abseits des Spieles den Effekt das die eigene Truppe mit einem relativ geringem zeitlichen und finanziellem Aufwand kampfbereit ist. Allerdings wird dadurch jede einzelne Figur im Gefecht sehr wichtig und wertvoll. Der Verlust eines Charakters kann in einem laufendem Spiel schnell über Sieg oder Niederlage entscheiden.

 

Im Gegensatz dazu stehen die taktischen Schlachten, unsere zweite Spielart. Dabei bestehen die Armeen der Spieler schnell aus 30 oder mehr Figuren. Diese handeln meist nicht als einzelner Kämpfer, wie es bei Skirmishspielen der Fall ist, sondern sie werden zu gößeren Einheiten zusammengefasst. Ausnahmen bilden hier Generäle, Anführer oder andere besondere Charaktermodelle. Durch die große Anzahl an verschiedenen Einheitentypen ist bereits die Zusammenstellung der Armee ein wichtiger strategischer Faktor. Der unausweichliche Verlust von Einheiten kann bei strategischen Schlachten durch die Größe der Streitmacht meist leichter aufgefangen werden. So ist es nicht unüblich das gewisse Regimenter als Kanonenfutter bereits zum Spielbeginn eingeplant sind.

 

Die Regelsysteme und das Gelände können bei beiden Tabletoparten identisch sein, allerdings ist dies Systemabhängig und wird von uns auch noch unter die Lupe genommen.

Kriegerschar im Tabletop

Genres im Tabletop

Nachdem wir rausgefunden haben auf welche Arten Tabletop gespielt wird schauen wir uns heute mal die Genres an in welchen sich die Kämpfe abspielen. Historische Tabletops, Fantasy und Science-Fiction sind die drei Dachgenres. Jedoch genauso wie in der Filmindustrie oder auch im Videospielbereich gibt es unzählige Unterkategorien z.B. Horror (Walking Dead) oder Piraten (Freebooters Fate). In den meisten Fällen sind es jedoch Vermischungen mehrerer Genres weshalb wir uns erst mal nur um die großen drei kümmern.

 

      

  Historische Tabletops: In diesem Genre wird sich auf Kriege und Schlachten der menschlichen Vergangenheit bezogen und grob zwischen drei Epochen unterschieden. Antike und Mittelalter (Wikinger), Neuzeit bis 1900 (Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg) und zu guter Letzt die Moderne an 1900 (2. Weltkrieg). Diese Einteilung kann man auch noch weiter nach unten auffächern aber das würde hier definitiv den Rahmen sprengen. Die Regelwerke sind bei den historischen Spielen möglichst darauf ausgelegt das die Kämpfe so nahe an der Realität angelehnt sind. Natürlich sind sie daher von Epoche zu Epoche sehr unterschiedlich.

 

 

 

-          Fantasy und Science-Fiction: Wir fassen die zwei Genres in dieser Erklärung mit Absicht zusammen da es hier große Gemeinsamkeiten gibt. Beides kann sich in einer alternativen Linie zu unserer Vergangenheit oder Zukunft bewegen, aber auch in völlig eigenständigen Universen abspielen. Die Völker und Fraktionen die diese Welten bewohnen sind ebenfalls in beiden Genres vorhanden. Elfen stehen einmal mit Schwert und Schild vor ihrem Feind  und im nächsten Spielsystem rasen sie mit irrsinniger Geschwindigkeit mit Weltraumgleitern durch das All. Gemeinsam haben die beiden Genres auch, das sich verschiedene Systeme auf bereits existierende Universen beziehen. So sind es im Fantasy die Geschichten des Herr der Ringe Epos und in der Science-Fiction toben sich die Spieler in den Star Wars Galaxien aus.